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Der Glaube an al-Qada' und al-Qadr

Der Glaube an al-Qada' und al-Qadr




Wir leben in einer Zeit in der die Muslime vom weltlichen Leben gefesselt sind und zwar dermaßen, dass dem durchschnittlichen Muslim die richtigen Glaubensgrundsätze des Islam nicht richtig oder gar nicht bekannt sind. Zu diesen wichtigen Glaubensinhalten gehört der Glaube an die göttliche Vorherbestimmung, auch bekannt als al-Qada' wal Qadr.


Definition von al-Qada' und al-Qadr

Um Glaubensinhalte richtig zu erlernen ist es essentiell, dass man sich zunächst mit der Terminologie (Fachausdrücke) befasst. Damit man nun al-Qada' und al-Qadr richtig verstehen kann, muss man vorerst die sprachliche Bedeutung dieser Wörter kennen.

Wenn al-Qada' und al-Qadr beides getrennt voneinander erwähnt wird, dann haben beide Wörter die selbe Bedeutung, nämlich die (göttliche) Vorherbestimmung einer Handlung oder eines Ereignisses.

Wenn diese Begriffe jedoch zusammen erwähnt werden, dann bedeutet al-Qadr die Vorherbestimmung einer Handlung oder eines Ereignisses bevor es geschieht während sich al-Qada' auf eine Handlung oder auf ein Ereignis bezieht, nachdem es geschehen ist.

al-Qadr: die Vorherbestimmung der Dinge

Al-Qadr bezieht sich auf:

- das vollkommene Befehlen
- Urteilen
- Beherrschen und
- die vollkommene Genauigkeit in der Ausführung


al-Qada': die vobestimmte Angelegenheit der Dinge die geschehen sind

Al-Qada' bezieht sich auf:

- das Festsetzen
- Befehlen
- das Ausführen und
- Umfassen in angemessen und genauen Verhältnissen


Der Glaube an al-Qada' und al-Qadr

Es herrscht Ijma´(Konsens) unter den islamischen Gelehrten, dass der Glaube an al-Qada' wal-Qadr für jeden Muslim obligatorisch ist und derjenige der dies ablehnt tritt aus dem Islam aus.

Die Beweise dafür aus Quran und der Sunnah sind zahlreich:

"Wir haben jedoch alle Dinge nach (rechtem) Maß geschaffen." [54:49]

Der berühmte Hadith der besagt, das Jibril as zum Propheten Sas kam und ihn befragte: "Was ist Iman (Glaube)?" und der Prophet Sas antwortete:

"Iman ist, dass du an Allah glaubst, an Seine Gesandten und an den Juengsten Tag, und dass du an die Bestimmung glaubst in ihrem Guten und in ihrem Boesen." [Teil eines langen Hadith der in Sahih al-Bukhari verzeichnet ist, Sahih Muslim und in den 40 Ahadith von Imam an-Nawawi]

Die Überlieferung, nach der der Prophet Sas sagte:

"Kein Diener Allahs glaubt wirklich, bis er an al-Qadr sowohl im Guten als auch im Bösen glaubt und bis er realisiert, dass das was ihn getroffen hat ihn nicht verfehlen sollte und dass das was ihn verfehlt hat ihn nicht treffen sollte." [At-Tirmidhi - als saheeh von Sheikh Al-Albani (rahimahullah) klassifiziert]

Der Hadith von Ibn Umar Radhiyallahuanh, als zwei Männer zu ihn kamen und ihm sagten: "Da sind Männer vor uns aufgetaucht, die den Quran rezitieren und nach Wissen streben und sie behaupten, dass es keinen al-Qadr gibt und das ist wahrlich verachtungsvoll." Ibn Umar antwortete:

"Wenn ihr diesen Leuten begegnet, dann teilt ihnen mit, dass ich frei von ihnen bin und sie frei von mir sind (im Sinne einer Lossagung), denn wahrlich Bei Dem in Dessen Hand die Seele von Abdullah Ibn Umar ist, wenn sie einen ganzen Berg von Uhud voller Gold geben würden, das würde nicht von ihnen akzeptiert werden, bis sie an al-Qadr glauben." [Sahih Muslim - das ist die erste Überlieferung die im Sahih verzeichnet ist]


Die Richtlinien von Ahl us-Sunnah wal Jama´ah zu al-Qada' und al-Qadr

Die Gelehrten des Islam haben vier Haupt-Grundsätze in Bezug auf al-Qada' and al-Qadr bestimmt:

1.) Das Wissen (´Ilm)

Dass Allah Der Hocherhabene vollkommenes Wissen über alles besitzt, sei es die Vergangenheit betreffend, die Gegenwart oder die Zukunft.

2.) Das Schreiben (al-Kitabah)

Dass Allah Der Hocherhabene alle Dinge die geschehen in der wohlbewahrten Tafel ("al-Lauh al-Mahfudh") festgeschrieben hat.

3.) Der Wille (al-Mashi'a)

Dass nichts geschieht, außer mit dem Willen Allahs, Des Hocherhabenen.

4.) Die Schöpfung (al-Khalaq)

Dass Allah Der Segensreiche alles erschaffen hat.

Al-Qadr: die Fähigkeit Allahs, bei der Er alle Dinge vorher wusste, schrieb, wollte und erschuf und zwar in angemessenen Verhältnissen eines genauen Maßes. Allah wusste von allen Dingen, dass sie geschehen werden, bevor er sie existieren lässt. Sie sind aufgeschrieben in der wohlbewahrten Tafel ("Al-Lauf Al-Mahfudh")

Al-Qada': die vollkommene und genaue Ausführung und Vollendung aller Dinge, die vorherbestimmt und in genauer Übereinstimmung mit den vorangegangenen Wissen, Schreiben und Willen sind.

Diese 4 Punkte werden im Folgenden näher erläutert:

1.) Das Wissen

Allahs Wissen umfasst alles. Er weiß was war, Er weiß was ist, Er weiß was sein wird und Er weiß was nicht geschah. Er weiß was wir in unserem Innersten geheimhalten und Er weiß was wir den Menschen offenbaren. Er weiß wann wir geboren wurden, wie wir leben und wo und wann wir sterben. Er weiß wer von uns in al-Jannah (Paradies) sein wird und wer von uns in al-Nar (im Höllenfeuer) sein wird. Er ist Der Allwissende, Der Allkundige.

Imam Al-Juri sagt in seinem Buch "Ash-Shari´ah":

"Er (Allah) erschuf für das Paradies seine Bewohner und für die Hölle ihre Bewohner, bevor er sie auf diese Welt brachte. Niemand den der Islam leitet und die Süße des Imans geschmeckt hat wird diesbezüglich anderer Meinung sein. Der Quran und die Sunnah besagen dies, und wir suchen Zuflucht bei Allah vor demjenigen der dies verneint ..."

Allah subhanahu wa ta´ala sagt:

" ... Wahrlich, Allah weiß wohl alle Dinge." [8:75]

" ... auf daß ihr erfahren möget, daß Allah über alle Dinge Macht hat und daß Allahs Wissen alle Dinge umfaßt." [65:12]


2.) Das Schreiben

Zur vollkommenen Weisheit Allahs gehört, dass Er vor der Erschaffung der Himmel und der Erde alle Dinge in der wohlbewahrten Tafel ("al-Lauh al-Mahfudh") festschrieb. Als Muslim ist man verpflichtet daran zu glauben, ohne sich zu fragen, warum, wann und wie.

Allah subhanahu wa ta´ala sagt:

"Weißt du nicht, dass Allah das kennt, was im Himmel und was auf der Erde ist? Wahrlich, das steht in einem Buch, das ist für Allah ein leichtes." [22:70]

Der Prophet Sas sagte:

"Allah schrieb was für die Schöpfung bestimmt war, fünfzigtausend Jahre vor der Erschaffung von Himmel und Erde und Sein ´Arsh (Thron) war auf dem Wasser." [Sahih Muslim]


3.) Der Wille

Zum Glauben des Muslim an al-Qadr gehört, dass er daran glaubt, dass nichts geschieht außer mit dem Willen von Allah. Wenn Allah Der Hocherhabene erlaubt hat dass eine bestimmte Sache geschieht, dann wird diese Sache zweifelsrei geschehen, unabhängig davon, ob wir es möchten oder nicht.

Allah subhanahu wa ta´ala sagt:

"Und ihr könnt nur wollen, wenn Allah will. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allweise." [76:30]

Der Prophet Sas sagte:

"Wenn sich die gesamte Menschheit versammeln und miteinander verbünden würde, um dir in einer Sache einen Nutzen zu bringen, so können sie dir keinen Nutzen bringen außer das was Allah für dich festgeschrieben hat. Und wenn sich die gesamte Menschheit versammeln und miteinander verbünden würde, um dir in einer Sache einen Schaden zu bringen, so wären sie niemals dazu in der Lage dir zu schaden, außer das was Allah für dich festgeschrieben hat." [At-Tirmidhi, Musnad Ahmad (mit einem anderen Wortlaut) - als authentisch klassifiziert von Sheikh Al-Albani]

Der Wille Allahs hier ist von zweier Art:

- al-Kawni

Al-Kawni: ist alles was Allah will und wofür er dem Menschen keine absolute Kontrolle gab, wie die Erdumlaufbahn um die Sonne, das Erscheinen der Sterne in der Nacht, die Wellen der Ozeane, die Fähigkeit ein Fahrrad zu fahren, einen Fussball zu treten, usw. [Anmerkung: nicht alle Ereignisse die Allah geschehen lässt müssen zwangsläufig das Wohlgefallen Allahs zur Folge haben, denn Allah erlaubt lediglich dass sie geschehen.]

- ash-Shari'

ash-Shari': ist alles womit Allah zufrieden ist und was er den Menschen auferlegt hat. Es liegt an ihnen diese Handlungen auszuführen, wie das fünfmalige Gebet am Tag, das Fasten im Ramadan, Allah nichts und niemanden beizugesellen, den Eltern gegenüber gerhosam zu sein usw.


4.) Die Schöpfung

Jeder Muslim ist dazu verpflichtet zu wissen und zu erkennen, dass Allah der Schöpfer aller Dinge ist, einschließlich seiner Taten. Kein Atom auf dieser Erde, auch kein Planet das die Sonne umkreist existiert außer, dass Allah es erschuf.

Allah subhanahu wa ta´ala sagt:

"Allah ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist der Erhalter aller Dinge." [39:62]

und Er sagt:

"Er (Ibrahim) sagte: "Verehrt ihr das, was ihr gemeißelt habt, obwohl Allah euch und das, was ihr gemacht habt, erschaffen hat?" [37:96]


Sekten die irregegangen sind im Verständnis von Handlungen (den Taten) und al-Qadr

Imam Muslim berichtet in der Einleitung zum ersten Hadith seiner Sahih-Sammlung, dass die erste Person die auf einer abweichenden Art und Weise über al-Qadr sprach, ein Mann aus al-Basra war mit dem Namen Mu´adh al-Juhni. Es war seine Abweichung nach der sich die irrgegangenen Sekten in ihre Methodologie (Manhaj) bezüglich al-Qadr orientierten. Im Laufe der Zeit gingen viele Sekten aufgrund des Verständnisses von al-Qadr irre, u.a. die Mu´tazilah, die Jahmiyah und einige von der Ash´ariyah, aber ihr abweichendes Verständnis geht auf die zwei Haupt-Gruppen der Qadariyah und Jabariyah zurück.

Die Qadariyah sind jene Menschen die glauben, dass die Vorherbestimmung nicht existiert und das wir vollkommen frei in unserer Handlungsentscheidung sind, also dass wir tun können was wir wollen (unabhängig vom Willen Allahs) und dass Allah der Schöpfer erst von einer Sache weiß, wenn sie geschieht.

Die Jabariyah sind jene Leute die glauben, dass wir keinen freien Willen haben und dass wir zu allen Taten gezwungen werden.


Die Stellung von Ahl us-Sunnah wal Jama´ah im Verständnis von al-Qadr und unseren Handlungen (Taten)

Die Position von Ahl us-Sunnah wal Jama´ah in Bezug auf das Verständnis von unseren Handlungen und al-Qadr ist der Mittelweg der beiden Sekten. Wir glauben, dass Allah subhanahu wa ta´ala alles weiß was wir tun, bevor es geschieht und dass Er uns einen freien Willen gegeben hat, um das zu tun was wir möchten, seien es gute oder schlechte Taten und dass wir zur Rechenschaft gezogen werden für das was wir taten. So liegt es an uns gute Taten zu verrichten und Sünden und üble Taten zu vermeiden und nicht wie jene zu sein, die behaupten, dass wir gezwungen sind alles zu tun und das die gute Tat keinen Unterschied (zur schlechten Tat) macht. Wir suchen Zuflucht bei Allah vor einer solchen Unwissenheit.

Allah subhanahu wa ta´ala sagt:

"Die Götzendiener werden sagen: "Hätte Allah es gewollt, so hätten weder wir noch unsere Väter (Allah etwas) beigesellt; auch hätten wir nichts ohne Erlaubnis gemacht." Genauso leugneten schon jene, die vor ihnen waren, bis sie Unsere Strenge zu kosten bekamen. Sprich: "Habt ihr irgendein Wissen? Dann bringt es für uns zum Vorschein. Doch ihr geht nur Vermutungen nach; und ihr rätselt nur." [6:148]

In einer anderen Ayah (Vers) warnt Allah jene die al-Qadr als Grund für ihren Götzendienst (Shirk) nehmen:

"(Es sind) Gesandte, Überbringer froher Botschaften und Warner, so daß die Menschen nach den Gesandten keinen Beweisgrund gegen Allah haben. Und Allah ist Allmächtig, Allweise." [4:165]

So dass sie nicht sagen können, dass es Allahs Wille war, dass wir ihm etwas beigesellt haben.

Der Gesandte Allahs Sas sass einst mit einem Holzstock in seiner Hand mit dem er auf dem Boden schnitzte. Er hob seinen Kopf und sagte: "Es gibt keinen unter euch, der nicht schon sein Platz in der Hölle oder im Paradies zugeteilt bekommen hat." Die Gefährten (radia'Allahu ´anhum) sagten: "Oh Gesandter Allahs, warum sollen wir dann weiter gute Taten verrichten? Sollten wir nicht (auf al-Qadr) angewiesen sein und die Taten aufgeben?" Der Prophet Sas sagte: "Nein im Gegensatz, verrichtet weiter gute Taten, denn jeder Person wird es leichtfallen die Taten zu verrichten, die sie zu dem Platz führen werden, für den sie erschaffen wurde." [Sahih Muslim]


Weshalb sollten wir Bittgebete (Du´a) sprechen, wenn es al-Qadr gibt?

Viele Leute fragen sich welchen Nutzen das Bittgebet hat, wenn es al-Qadr gibt und wir ohnehin das erhalten werden, was bereits für uns vorgeschrieben wurde. Die Antwort darauf liegt im Verständnis der Richtlinien, dass Ereignisse geschehen, wenn die dafür geeigneten Schritte unternommen werden, um sie geschehen zu lassen. Da wir wissen, dass Allah subhanahu wa ta´ala alle Angelegenheiten verwaltet und Er über alle Dinge mächtig ist, ist Allah auch derjenige den wir erbitten, wenn wir etwas benötigen. Er weiß bereits das wir ihn bitten werden, aber Er erhört und erfüllt unsere Bitte, erst wenn wir die Handlung begangen haben, also das Bittgebet gesprochen haben. Also um das Ziel zu erlangen (zu bekommen, wonach man in der Du´a gefragt hat) müssen wir den Schritt unternehmen und tatsächlich Du´a machen.

Der Prophet Sas sagte:

"Nichts steigert die Lebensdauer außer gute Taten und nichts wehrt eine göttliche Verordnung ab außer Du´a. Und wahrlich eine Person kann in ihrem Lebensnunterhalt benachteiligt sein aufgrund der Sünde die sie begeht." [Ibn Majah - als saheeh klassifiziert von Sheikh al-Albani]

Wie kann die Du´a eine Bestimmung ändern? Hier wird mit einem Beispiel darauf geantwortet: der Acker eines Bauers trocknet aus aufgrund von Mangel an Regen (die Vorherbestimmung Allahs), also betet der Bauer Salatul Istisqa (Gebet um Regen) und folglich regnet es und seine Ernte sprießt - der Regen ist daher das Ergebnis seines Gebets, das Allah herabsandte.

Ibn Al-Qayim (rahimahullah) fand einige weise Worte zu Menschen die nicht die dazugehörigen Schritte unternehmen um das von ihnen gewünschte Ereignis geschehen zu lassen:

"Die logische Konsequenz einer solchen Argumenation führt zu einer Ablehnung aller Bemühungen. Es kann daher zu einer Person die eine solche Ansicht vertritt, gesagt werden, wenn das Stillen deines Hungers und Durstes bereits für dich vorherbestimmt ist, dann wird es geschehen, unabhängig davon ob du ißt oder nicht. Auf der anderen Seite, wenn es nicht für dich vorherbestimmt ist, dann wird es nie geschehen, unabhängig davon ob du ißt oder nicht. Und wenn dir ein Sohn vorherbestimmt ist, dann wird dir einer gewährt, unabhängig davon ob du Geschlechtsverkehr mit deiner Frau hattest oder nicht. Auf der anderen Seite, wenn dir kein Sohn vorherbestimmt ist, dann wird dir niemals ein Sohn gewährt ..." [Ibn al-Qayyim's Jawab al-Kafi]


Wie verhält man sich gegenüber dem eigenen Schicksal?

Allah teilt uns an vielen Stellen im Quran mit, dass die Menschen geprüft und getestet und in Versuchung gebracht werden und dass sie Schwierigkeiten erleiden werden, so sehr, dass sie denken, man wird diese nicht bewältigen. Andererseits, hat Allah der Hocherhabene den Menschen auch leichte, sorgenlose Zeiten beschert. Wie sollte ein Muslim also in solchen Situationen reagieren?

Allah subhanahu wa ta´ala sagt:

"Und gewiß werden Wir euch prüfen durch etwas Angst, Hunger und Minderung an Besitz, Menschenleben und Früchten. Doch verkünde den Geduldigen eine frohe Botschaft, die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: "Wir gehören Allah und zu Ihm kehren wir zurück." [2:155-156]

Allah sagt auch einige Verse davor:

"O ihr, die ihr glaubt, sucht Hilfe in der Geduld und im Gebet; wahrlich Allah ist mit den Geduldigen." [2:154]

In den obigen Versen nennt Allah die Handlungen die man verrichten sollte, wenn man Prüfungen und Drangsal erleidet: 1.) wir sollten geduldig sein; 2.) wir sollten nicht zu emotional werden und vergessen wer uns erschaffen hat, vielmehr sollten wir daran denken, dass wir Allah gehören und zu Ihm zurückkehren werden; 3.) wir sollten Beistand in As-Salah suchen, das wenn wir es (das Wort As-Salah) linguistisch definieren, Du´a (Bittgebet) bedeutet [gemäß Ibn al-Mandhurs Lisan ul-´Arab] und Allah darum bitten uns von dieser Prüfung zu entlasten und uns für unsere Geduld belohnen. Wie die Salaf zu sagen pflegten, "Es gibt keinen Schutz vor dem Qadr von Allah, außer bei Allah".


Bittgebete die man macht in Zeiten von Schwierigkeiten und Not

"Allahumma la sahla illa ma ja´ltahu sahlan wa anta taj´alu al-7azna idha shi'ta sahlan."

"Oh Allah, es gibt nichts Leichtes, außer das was Du leicht gemacht hast und wenn Du willst, machst Du die Trauer leicht." [Sahih ibn Hibban]

"Qadaru Allahi wa ma sha'a fa´ala."

"Allah hat vorbestimmt und was Er will, macht Er." [Sahih Muslim]

"Hasbi Allahu wa ni´mal wakil."

"Allah ist mein Genüge und ein ausgezeichneter Hüter." [Abu Dawud - als authentisch von Sheikh Al-Albani klassifiziert]

"Inna lillahi wa inna ilaihi rahi´un."

"Wir gehören Allah und zu Ihm kehren wir zurück."

"Wir gehören Allah und zu Ihm kehren wir zurück." [2:156]

"Inna lillahi wa inna ilaihi raji´un. Allahumma ujurni fi musibati w'ukhluf li khairan minha."

"Wahrlich, wir gehören Allah und zu Ihm werden wir zurückkehren; O Allah, belohne mich in diesem Unglück ersetze es mir mit etwas Besserem." [Sahih Muslim]

Wenn jemand leichte, problemlose Zeiten hat, dann sollte er Allah für Seinen Segen danken und ihn rühmen und lobpreisen für das Gute das Er einem gewährt.


Die Vorteile am Glauben an al-Qadr

1.) Es gibt dem Gläubigen inneren Frieden und das Gefühl von Entspannung zu wissen, dass das was ihm widerfahren ist, niemals dafür bestimmt war ihn zu verfehlen und dass das was ihn verfehlt hat niemals dazu bestimmt war ihm zu widerfahren.

2.) Es gibt dem Gläubigen den Willen und die Entschlossenheit rechtschaffene Taten zu verrichten und gibt ihm das Wissen über die Tatsache, dass ihm nichts schaden kann, außer wenn Allah will.

3.) Es lehrt den Gläubigen nicht arrogant und eitel zu sein, dafür anspruchslos und bescheiden, weil er realisiert, dass seine Handlungen von Allah erschaffen worden sind und das dieses und jenes Ereignis geschah, nicht weil er reich, schön oder von edler Abstammung war, sondern weil es der Wille von Allah war.

4.) Es lehrt den Gläubigen soviel zu tun, wozu er fähig ist und den Rest Allah zu überlassen, und dann zufrieden zu sein und zurückzublicken mit der Einsicht, dass ihm erlaubt wurde in der Lage zu sein, das tun zu können, was er tat.


Quelle:
1.) sunnahonline.com/library/beliefs/0072.htm
2.) Notizen aus einem Unterricht von Abu-Jamal 

 
   
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Der Glaube  
  Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, sagte: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: Der Islam wurde auf fünf (Tragpfeilern) gebaut: dem Zeugnis, dass kein Gott da ist außer Allah, und dass Muham-mad der Gesandte Allahs ist, dem Verrichten des Gebets, dem Entrichten der Zakah, dem Hadsch (Pilgerfahrt) und dem Fasten im (Monat) Ramadan.“ (Sahih Al-Bucharyy Nr. 8 Islamische Bibliothek)  
Wissen  
  Anas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Macht es leicht und erschwert nicht bringt frohe Kunde und schreckt nicht ab.“ (Zur Verdeutlichung der übersetzung wird der Text mit einigen Hilfssätzen zwischen Klammern wie folgt versehen: „Macht es (den Leuten mit der Religion angenehm) leicht und erschwert (ihnen) nicht (den Weg zu ihr) bringt (ihnen) frohe Kunde und schreckt (sie) nicht (davon) ab.“ ) ([Sahih Al-Bucharyy Nr. 69] Islamische Bobliothek)  
Die Gebetswaschung (WuduŽ)  
  Ibn `Abbas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn einer von euch zu seiner Frau geht und mit ihr den Geschlechtsverkehr begehrt, soll er dabei sagen: „Im Namen Allahs! O Allah, halte uns von dem Schaitan fern, und halte den Schaitan von dem fern, was Du uns beschert hast.“ War es vorherbestimmt, dass aus dieser Vereinigung ein Kind gezeugt wird, so wird ihm kein Schaden geschehen.“ ([Sahih Al-Bucharyy Nr. 135] Islamische Bibliothek)  
Die rituelle Waschung (Ghusl)  
  `AŽischa berichtete: „Wenn sich eine (von uns Frauen) im Dschnabah -Zustand befand, nahm sie mit ihren beiden Händen Wasser und goß es jeweils dreimal auf ihren Kopf, alsdann auf ihre rechte Seite und anschließend auf ihre linke Seite.“ ([Sahih Al-Bucharyy Nr. 027]  
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