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Adam alleyhi asalam



ADAM (alleyhi asalam)


Wir lob preisen Allah (swt) und erbitten Seine Hilfe und Vergebung und suchen Zuflucht bei Allah (swt) vor dem Bösen in uns selbst und in unseren Taten. Sollte in diesem Vortrag etwas gutes sein, so ist es von Allah (swt) und wenn es Fehler gibt , so sind sie von mir und ich bitte um Korrektur euerseits und ich bitte Allah (swt) um Verzeihung.


Sura Al-A'raf (Die Höhen) [7:54]:
„Seht, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf, (und) Sich alsdann (Seinem) Reich hoheitsvoll zuwandte: Er läßt die Nacht den Tag verhüllen, der ihr eilends folgt. Und (Er erschuf) die Sonne und den Mond und die Sterne, Seinem Befehl dienstbar. Wahrlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl! Segensreich ist Allah, der Herr der Welten.“
Die Erwähnung der sechs Schöpfungstage weist auf die sorgfältige Planung und den Prozeß allmächtiger Schöpfung und Entfaltung des Universums hin. Die Zahl Sechs könnte entweder sechs Schöpfungsphasen oder Entwicklungsstadien sein, aber auch Tage Gottes, die nicht nach zeitlichem Standard gemessen werden können, denn die Himmelskörper, nach deren Umdrehung unsere Zeitrechnung erfolgt, waren noch gar nicht vorhanden.
Kommen wir nun zur Schöpfung des Menschen. Dazu heißt es in der Sura An-Nisa' (Die Frauen) [4:1]:
„O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch erschaffen hat aus einem einzigen Wesen; und aus ihm erschuf Er seine Gattin, und aus den beiden ließ Er viele Männer und Frauen entstehen. Und fürchtet Allah, in Dessen Namen ihr einander bittet, sowie (im Namen eurer) Blutsverwandtschaft. Wahrlich, Allah wacht über euch.“

Mit diesem Vers sollen sich die Menschen an ihren Ursprung erinnern, daran, daß sie in einer Verwandtschaft zueinander stehen. Aus diesem Vers ist weiter entnehmbar, daß die Irrtümer bezüglich der Frauen (z. B. Quelle der Schande und der Unreinheit und die Wurzel des Bösen und des Unglücks) erspart bleiben würden, wenn er richtig verstanden werden würde. Die Frau, die naturgemäß und in ihrem Charakter von eben der Art ist, wie das erste Wesen, und die Gott erschuf, um seine Partnerin zu werden, und um aus beiden viele Männer und Frauen hervorzubringen. Somit ist der Unterschied weder im Ursprung noch in der Naturlage, sondern allein in den Neigungen und Pflichten. Der Vers offenbart weiterhin, daß die Basis menschlichen Lebens die Familie ist.

Der erste Mensch war Adam (as) und zu seiner Schöpfung finden wir in der Sura Al-Higr [15:26-29] folgende Aussage:
„Und wahrlich, Wir haben den Menschen aus Lehm, aus geformter Tonmasse erschaffen. [26] Und die Dschinn erschufen Wir zuvor aus dem Feuer der sengenden Glut. [27] Und damals sprach dein Herr zu den Engeln: "Ich bin im Begriff, den Menschen aus Lehm, aus geformter Tonmasse, zu erschaffen. [28] Wenn Ich ihn nun vollkommen geformt und ihm Meinen Geist eingehaucht habe, dann werft euch vor ihm nieder." [29]“

Der Körper des Menschen wurde aus geformtem feuchtem Lehm geschaffen und getrocknet, bis er einen Ton von sich geben konnte (das bezieht sich vielleicht auf die Sprache). Dann wurde er weiter ausgeformt und vervollständigt. Der Mensch also und alles Lebendige entstammt dem Schlamm dieser Erde, der einen Hauptbestandteil seiner Beschaffenheit darstellt. Einem Hadith können wir entnehmen, dass Adam (as) von enormer Körpergröße war.

3326.... Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Allah erschuf Adam in einer Körpergröße von sechzig Ellenlängen ..... Es wird dann geschehen, daß jeder, der ins Paradies eingehen wird, die Gestalt von Adam einnimmt. Seit damals bis zur heutigen Zeit ist die Menschengestalt immer weniger geworden." [BU:775]
Adam (as) lebte 930 Jahre, d.h. die Menschen früher waren nicht nur größer, sondern lebten auch länger.

Die Niederwerfung der Engel und die Mißachtung durch Iblis
Als die Schöpfung vollendet war sprach Allah (swt) zu den Engeln (Sura Al-Baqara (Die Kuh) [2:30-33]):
„Und als dein Herr zu den Engeln sprach: "Wahrlich, Ich werde auf der Erde einen Nachfolger einsetzen", sagten sie: "Willst Du auf ihr jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil anrichtet und Blut vergießt, wo wir doch Dein Lob preisen und Deine Herrlichkeit rühmen?" Er sagte: "Wahrlich, Ich weiß, was ihr nicht wißt." [30] Und Er brachte Adam alle Namen bei, dann brachte Er diese vor die Engel und sagte: "Nennt mir die Namen dieser Dinge, wenn ihr wahrhaftig seid!" [31] Sie sprachen: "Gepriesen seist Du. Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast; wahrlich, Du bist der Allwissende, der Allweise." [32] Er sprach: "O Adam, nenne ihnen ihre Namen!" Und als er ihnen ihre Namen nannte, sprach Er: "Habe Ich nicht gesagt, daß Ich das Verborgene der Himmel und der Erde kenne, und daß Ich kenne, was ihr offenbart und was ihr verborgen gehalten habt." [33]“

Die Engel besitzen keinen eigenen, unabhängigen Willen. Ihre Vollkommenheit auf anderen Gebieten vermochte sie nicht in den hohen Rang der Statthalterschaft Gottes zu erheben. Der vollkommene Statthalter ist der, der die Fähigkeit und das Recht des eigenen Handelns hat, dessen selbständiges Tun jedoch stets genau den Willen seines Herrn wiedergibt. Die Engel sahen infolge ihrer Einsichtigkeit nur das Unheil, das sich aus dem Mißbrauch der von Gefühlen beherrschten Natur des Menschen ergeben kann; vielleicht verstanden sie auch, da sie selbst ohne Gefühle waren, das Wesen Gottes in seiner Gesamtheit nicht, das Liebe gibt und fordert. In Demut und Ergebenheit in Gott machen sie ihre Bedenken geltend. Wir dürfen uns hier nicht die mindeste Schattierung von Eifersucht vorstellen, weil sie ja ohne Empfindungen sind. Da das Geheimnis der Liebe außerhalb ihres Vorstellungsvermögens liegt, wird ihnen gesagt, daß sie "nicht wissen", und sie gestehen die Unvollkommenheit ihres Wissens ein.

Die Fähigkeit das Erschaffene zu benennen und zu verstehen, ist der Schlüssel des Menschen zur Statthalterschaft Gottes auf Erden, denn im Begreifen der Dinge liegt das Geheimnis der Gewalt über sie. Auch ist diese Fähigkeit eine unabdingbare Voraussetzung für die Verständigen und das Zusammenwirken unter den Menschen, was wiederum erst die Herrschaft über die Schöpfung möglich macht. Die Engel dagegen brauchen diese Fähigkeit für ihre Aufgaben nicht, und deshalb ist ihnen dieses Wissen nicht gegeben worden.
Als Adam (as) den Engeln die Namen und Eigenschaften der Dinge genannt hatte, war der Beweis erbracht, daß er besser befähigt war zur Statthalterschaft Gottes auf Erden als die Engel.

Allah (swt) fordert daraufhin die Engel auf, sich vor Adam (as) niederzuwerfen (Sura Al-A'raf (Die Höhen) [7:11-18]
„Und Wir hatten euch erschaffen, dann gaben Wir euch die Gestalt; dann sprachen Wir zu den Engeln: "Werft euch vor Adam nieder!" - und sie alle warfen sich nieder. Nur Iblis nicht; er gehörte nicht zu denen, die sich unterwarfen. [11] Er sprach: "Was hinderte dich daran, dich niederzuwerfen, nachdem Ich es dir befohlen habe?" Er sagte: "Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber erschufst Du aus Lehm!" [12] Er sprach: "Hinab mit dir von hier; es ziemt sich nicht für dich, hier hochmütig zu sein. Hinaus denn; du bist wahrlich einer der Erniedrigten." [13] Er sagte: "Gewähre mir Aufschub bis zu dem Tage, da sie auferweckt werden." [14] Er sprach: "Dir sei Aufschub gewährt." [15] Er sagte: "Darum, daß Du mich hast abirren lassen, will ich ihnen gewiß auf Deinem geraden Weg auflauern. [16] Dann will ich über sie von vorne und von hinten kommen, von rechts und von links, und Du wirst die Mehrzahl von ihnen nicht dankbar finden." [17] Er sprach: "Hinweg mit dir, (sei) verachtet und verstoßen! Wahrlich, wer von ihnen dir folgt - Ich werde mit euch allesamt Dschahannam füllen." [18]“
Der Befehl Gottes an die Engel, sich vor Adam (as) niederzuwerfen, ist die höchste Auszeichnung und Ehrung, die überhaupt möglich ist, und gleichzeitig die sichtbare Bestätigung der menschlichen Überlegenheit über die Engel.

Die Tatsache, daß Iblis hier zusammen mit den Engeln erwähnt ist, läßt darauf schließen, daß er unter ihnen, aber nicht einer von ihnen war. Denn wäre er ein Engel, hätte er sich dem Befehl Gottes nicht wiedersetzen können. Aus der Sura Al-Kahf (Die Höhle) [18:50] entnehmen wir, wer Iblis war:
„..... Er war einer der Dschinn , so war er ungehorsam gegen den Befehl seines Herrn. .....“.
Obwohl Iblis wußte, daß Gott der Schöpfer und Erhalter ist, ohne dessen Einverständnis nichts im Universum geschehen kann, weigerte er sich, Seinem Gebot zu gehorchen. Er sieht sich als einen Überlegenen an, weil er aus Feuer erschaffen wurde und rechtfertigt damit sein Verhalten. Sein Vergehen bestand also in Arroganz, Neid und Auflehnung.

Als Strafe für die Rebellion und Bosheit verflucht Allah (swt) ihn, gewährt ihm auf seine Bitte hin aber Aufschub bis zum Jüngsten Tag, dann wird er für seinen Ungehorsam bestraft werden.
Der böse und halsstarrige Iblis hat nicht vergessen, daß Adam (as) der Grund für seine Vertreibung aus dem Paradies und ein Ärgernis für ihn war. Deshalb wollte er sich nicht in sein Schicksal ergeben, ohne sich dafür zu rächen. Als Gott ihm diese Frist gewährt, bringt Iblis in geradezu böswilliger Weise die Absicht zum Ausdruck, Adam (as) und seine Nachkommen von Gottes rechtem Weg abzubringen. Gott hat Satan und seiner Gefolgschaft die Gelegenheit zum Irreführen gegeben. Adam (as) und seine Nachkommen hingegen hat Er die Möglichkeit der freien Entscheidung gegeben.

Doch wenn wir aufrichtige Diener Allahs sind, dann wird Er uns vor dem Satan schützen (Sura Al-Higr [15:41-42]:
„Er sprach: "Dies ist ein gerader Weg, den Ich (dir) gewähre. [41] Wahrlich, du sollst keine Macht über Meine Diener haben, bis auf jene der Verführten, die dir folgen." [42]“.
In den Versen [20:117-119] Sura Ta Ha ist erwähnt, daß Allah (swt) Adam (as) und seine Frau vor den Folgen eines Ungehorsams gegen Seine Gebote gewarnt hatte, und das sie sich vor der List und Verführungskunst Schaitans in acht nehmen sollten:
„Sodann sprachen Wir: "O Adam, dieser ist dir und deiner Frau ein Feind; (achtet darauf,) daß er euch nicht beide aus dem Garten treibt! Sonst würdest du unglücklich sein. [117] Es ist für dich gesorgt, daß du darin weder Hunger fühlen noch nackt sein sollst. [118] Und du sollst darin nicht dürsten noch der Sonnenhitze ausgesetzt sein." [119]“

Der Verbotene Baum und die Verführung durch Iblis
Sura Al-A'raf (Die Höhen) [7:19-25]:
„"O Adam, weile du mit deiner Gattin in dem Garten und eßt, wovon immer ihr wollt, nur nähert euch nicht diesem Baum, sonst werdet ihr Ungerechte sein." [19] Doch Satan flüsterte ihnen Böses ein, um ihnen das kundzutun, was ihnen von ihrer Scham verborgen war. Er sagte: "Euer Herr hat euch diesen Baum nur deshalb verboten, damit ihr nicht Engel oder Ewiglebende werdet." [20] Und er schwor ihnen: "Gewiß, ich bin euch ein aufrichtiger Ratgeber." [21] So verführte er sie durch Trug. Und als sie von dem Baum kosteten, wurde ihnen ihre Scham offenbar und sie begannen, sich mit den Blättern des Gartens zu bekleiden; und ihr Herr rief sie: "Habe Ich euch nicht diesen Baum verwehrt und euch gesagt: »Wahrlich, Satan ist euer offenkundiger Feind«?" [22] Sie sagten: "Unser Herr, wir haben gegen uns selbst gesündigt; und wenn Du uns nicht verzeihst und Dich unser erbarmst, dann werden wir gewiß unter den Verlierern sein." [23] Er sprach: "Hinab mit euch; die einen von euch seien der anderen Feinde. Und es sei euch auf der Erde (nur) ein Aufenthaltsort und eine Versorgung auf Zeit bestimmt." [24] Er sprach: "Auf ihr sollt ihr leben, und auf ihr sollt ihr sterben, und aus ihr werdet ihr (wieder) hervorgebracht werden." [25]“
Adam und seine Frau weilten in einem geistigen Garten aus Unschuld und Glückseligkeit, doch es war Gottes Plan, ihnen eine gewisse Entscheidungsfreiheit zu gewähren. Alles was ihnen verboten war, war der Baum des Bösen.
Der Qur'an sagt über die Identität "dieses Baumes" nichts aus. Der Baum scheint das Symbol des Verbotenen zu sein. Gott erlaubte ihnen die statthaften Genüsse und empfahl ihnen, das Verbotene zu unterlassen. Und es muß Verbote geben, von denen der Mensch lernt, seine Schranken zu wahren und Herr seiner Begierden zu werden, so daß er sie kontrolliert und nicht umgekehrt. Dies ist die Eigenschaft des Menschen, die ihm vom Tier unterscheidet. Ebenso könnte ohne das Verbotene die Geduld des Menschen und seine Treue zum Bündnis mit Gott nicht geprüft werden.

Schaitan flüsterte beiden den Gedanken der Sünde ein. Dies verdeutlicht, daß das Böse nicht ein inhärenter Teil des Menschen ist, sondern eine Einwirkung von außen. Der Mensch, wie Gott ihn schuf, ist in materieller als auch in geistiger Hinsicht unschuldig. Die Möglichkeit zur freien Entscheidung bedeutet, daß er die Fähigkeit zum Bösen hatte, der er durch Stärkung seiner Willenskraft widerstehen sollte.
Schaitan versucht Adam (as) und seine Frau zu verführen, indem er den Wunsch nach Unsterblichkeit weckt. Schaitan verstärkte seine Versuche, indem er sich als ihren "wohlmeinenden Ratgeber" ausgab. Sie vergaßen, daß sie Gottes Verbot zu gehorchen hatten und auch daß nichts ohne Gottes Willen geschehen kann. Sie erlagen der Verführung durch Schaiten.
Dadurch wurden ihnen ihre bis dahin verborgengebliebenen schlechten Eigenschaften offenkundig und bedeckten ihre Blöße. Das führt zu dem Gedanken, daß sie diese Blöße als eine Körperliche empfanden, die zu bedecken der Mensch von Natur aus bedacht ist.
Unmittelbar nachdem ihnen ihr Fehltritt bewußt wurde, wandten sie sich reuevoll ihrem Herrn zu. Das ist eine Eigenschaft des Menschen, die ihn mit seinem Herrn verbindet und ihm Zugang zu Ihm eröffnet: seine Fehler einzugestehen, zu bereuen, um Vergebung zu bitten, die eigene Unzulänglichkeit und Schwäche einzusehen und um Gottes Barmherzigkeit zu bitten, in der Gewißheit, daß es für ihn keine Macht oder Kraft gibt außer in Gottes Hilfe und Seiner Barmherzigkeit, ohne die er verloren wäre.

Daraufhin wurden sie auf die Erde geschickt, um Seine Statthalter zu sein, denn dies war die Zielsetzung bei der Erschaffung der Menschen. Desweiteren wird den Menschen die Ermahnung zu teil, daß er den Schaitan stets als seinen Feind betrachten soll. Es wird auch deutlich, daß die Existenz der Menschen auf der Erde nur eine begrenzte Zeit dauern soll.
In der Sura Al-Baqara (Die Kuh) [2:37-39] wird uns die Zusage der Göttlichen Rechtleitung gegeben:
„Daraufhin empfing Adam von seinem Herrn Worte, worauf Er ihm verzieh; wahrlich, Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige. [37] Wir sprachen: "Geht hinunter von hier allesamt!" Und wenn dann zu euch Meine Rechtleitung kommt, brauchen diejenigen, die Meiner Rechtleitung folgen, weder Angst zu haben, noch werden sie traurig sein. [38] Diejenigen aber, die ungläubig sind und Unsere Zeichen für Lüge erklären, werden Bewohner des Feuers sein, in dem sie auf ewig verweilen sollen. [39]“
Adam (as) bittet Gott für seinen Fehltritt um Verzeihung. Wer sich in aufrichtigem Bedauern Gott zuwendet, dem wird Gott vergeben. Wenn der Mensch der göttlichen Weisung folgt, dann gibt es für ihn keine Furcht vor der Gegenwart oder Zukunft, noch braucht er sich wegen des Vergangenen Sorge zu machen. Wenn jedoch der Mensch trotz der ständig sich ihm wieder zuwendenden Barmherzigkeit Gottes die echte Erkenntnis zurückweist und fortfährt, gegen diese bessere Erkenntnis zu handeln, dann muß eine strenge Strafe unausbleibliche Folge sein.
Adam (as) war somit der erste Gesandte Allahs.

Adams Kinder
Wie Adam (as) und seine Frau vor dem Schaitan gewarnt wurden, so warnt Allah (swt) auch die Nachkommen Adams (Sura Al-A'raf (Die Höhen) [7:27]):
„O Kinder Adams, laßt Satan euch nicht verführen, (so) wie er eure Eltern aus dem Garten vertrieb und ihnen ihre Kleidung entriß, um ihnen ihre Scham zu zeigen. Wahrlich, er sieht euch, er und seine Schar, von wo ihr sie nicht seht. Denn seht, Wir haben die Satane zu Freunden derer gemacht, die nicht glauben. [27]“
Schaitan versucht uns das Gewand der Rechtschaffenheit zu nehmen. Dabei kann er sich in Dinge wie irdischer Macht, Einfluß oder Reichtum in den Hinterhalt legen, wo weder er noch seine Verbündeten in ihrer wahren Gestalt erkannt werden. Schaitan verbreitet Übel und Mißstände in der Gesellschaft, indem er veranlaßt, daß die Menschen keinen Wert auf Bescheidenheit und Zurückhaltung legen.
Schaitans Tücken sind so geschickt, daß nur ein äußerst wachsamer Mensch sie durchschauen kann. Gottesfürchtige Menschen werden ermahnt, äußerst vorsichtig zu sein und sich vor seinen Verlockungen zu schützen. Ein starker Glaube ist das sicherste Gegenmittel gegen die Einflüße Schaitans. Schaitan ist der Freund derer, die nicht glauben, so wie Allah (swt) der Freund der Gläubigen ist.
Und auch an anderer Stelle im Qur'an in der Sura Ya-sin [36:60-62] wird gewarnt und ein positiver Weg aufgezeigt, der gerade Weg derer, die Allahs (swt) Gnade annehmen und Glückseligkeit erlangen, das Seil, das sie vor dem Schiffbruch bewahrt, der Schild, der ise vor Angriffen schützt, der Schlüssel zu Allah (swt) Nähe:
„Habe Ich euch, ihr Kinder Adams, nicht geboten, nicht Satan zu dienen - denn er ist euer offenkundiger Feind -, [60] sondern Mir allein zu dienen? Das ist der gerade Weg. [61] Und doch hat er eine große Menge von euch irregeführt. Hattet ihr denn keinen Verstand? [62]“
Neben diese Warnung an die Kinder Adams wird im Qur'an in der Sura Al-Ma'ida [5:27-32] die Geschichte zwei seiner Kinder Kain und Abel (Qabil und Habil) erzählt:

„Und verlies ihnen in Wahrheit die Geschichte von den zwei Söhnen Adams, als sie beide ein Opfer darbrachten, und es von dem einen angenommen und von dem anderen nicht angenommen wurde. Da sagte dieser: "Wahrhaftig, ich schlage dich tot." Jener erwiderte: "Allah nimmt nur von den Gottesfürchtigen (Opfer) an. [27] Wenn du auch deine Hand nach mir ausstreckst, um mich zu erschlagen, so werde ich doch nicht meine Hand nach dir ausstrecken, um dich zu erschlagen. Ich fürchte Allah, den Herrn der Welten. [28] Ich will, daß du die Last meiner Sünde und deiner Sünde trägst und so unter den Bewohnern des Feuers bist, und dies ist der Lohn der Frevler." [29] Doch er erlag dem Trieb, seinen Bruder zu töten; also erschlug er ihn und wurde einer von den Verlierern. [30] Da sandte Allah einen Raben, der auf dem Boden scharrte, um ihm zu zeigen, wie er den Leichnam seines Bruders verbergen könne. Er sagte: "Wehe mir! Bin ich nicht einmal imstande, wie dieser Rabe zu sein und den Leichnam meines Bruders zu verbergen?" Und da wurde er reumütig. [31] Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne daß dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne daß ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach begingen viele von ihnen Ausschreitungen im Land. [32]“

Zum Abschluß noch einen Hadith bezüglich Kains:
6867.... 'Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Kein Mensch wird ermordet, ohne daß der erste Sohn Adams einen Teil derartige Schuld mitträgt!" [BU:1531]

Meine Quelle:
http://www.quran-online.de

 
   
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Der Glaube  
  Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, sagte: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: Der Islam wurde auf fünf (Tragpfeilern) gebaut: dem Zeugnis, dass kein Gott da ist außer Allah, und dass Muham-mad der Gesandte Allahs ist, dem Verrichten des Gebets, dem Entrichten der Zakah, dem Hadsch (Pilgerfahrt) und dem Fasten im (Monat) Ramadan.“ (Sahih Al-Bucharyy Nr. 8 Islamische Bibliothek)  
Wissen  
  Anas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Macht es leicht und erschwert nicht bringt frohe Kunde und schreckt nicht ab.“ (Zur Verdeutlichung der übersetzung wird der Text mit einigen Hilfssätzen zwischen Klammern wie folgt versehen: „Macht es (den Leuten mit der Religion angenehm) leicht und erschwert (ihnen) nicht (den Weg zu ihr) bringt (ihnen) frohe Kunde und schreckt (sie) nicht (davon) ab.“ ) ([Sahih Al-Bucharyy Nr. 69] Islamische Bobliothek)  
Die Gebetswaschung (WuduŽ)  
  Ibn `Abbas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn einer von euch zu seiner Frau geht und mit ihr den Geschlechtsverkehr begehrt, soll er dabei sagen: „Im Namen Allahs! O Allah, halte uns von dem Schaitan fern, und halte den Schaitan von dem fern, was Du uns beschert hast.“ War es vorherbestimmt, dass aus dieser Vereinigung ein Kind gezeugt wird, so wird ihm kein Schaden geschehen.“ ([Sahih Al-Bucharyy Nr. 135] Islamische Bibliothek)  
Die rituelle Waschung (Ghusl)  
  `AŽischa berichtete: „Wenn sich eine (von uns Frauen) im Dschnabah -Zustand befand, nahm sie mit ihren beiden Händen Wasser und goß es jeweils dreimal auf ihren Kopf, alsdann auf ihre rechte Seite und anschließend auf ihre linke Seite.“ ([Sahih Al-Bucharyy Nr. 027]  
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