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Der Glaube an die Engeln

 

 

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen


Der Glaube an die Engeln 





1. Einführung:
Der Glaube an die Engel gehört zu den sechs Säulen des Imân, ohne die es keinen Imân gibt. Wer immer an eine dieser Säulen nicht glaubt, ist kein Mu’min. Diese Säulen sind der Glaube an Allâh, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Propheten, den Jüngsten Tag und die Vorherbestimmung von Gut und Böse. 

Die Engel sind ein Teil des Verborgenen (Al-Ghaib), das wir weder wahrnehmen noch verstehen können (obwohl es Einzelfälle gibt, in denen selbst die „normalen“ Gläubigen die Gelegenheit hatten, Engel zu sehen. So z.B. in der Schlacht von Badr, oder als Jibrîl zum Propheten (a.s.s.) kam, und ihn nach Islam, Imân und Ihsân fragte, wo auch zahlreiche Sahâba anwesend waren.) Allâh hat vieles über die Engel im Qur’ân und durch Seinen Propheten (a.s.s.) berichtet. Da wir Engel nicht sehen können und ihre Natur auch nicht mit dem Verstand begreifen können, sind Qur’ân und Sunnah auch die einzigen Quellen, durch die wir etwas über die Engel erfahren können. 

2. Eigenschaften der Engel:
Die Engel sind erschaffen aus Licht, wie in einem authentischen Hadîth berichtet wird: 

Der Prophet (a.s.s.) sagte: 

„Die Engel sind erschaffen aus Licht, so wie die Jinn aus rauchlosem Feuer und die Menschen aus dem, worüber euch schon berichtet wurde, erschaffen sind.“ (Muslim) 

Der Zeitpunkt ihrer Erschaffung ist ungewiss. Fest steht nur, dass sie auf jeden Fall vor dem Menschen erschaffen wurden, wie sich aus dem Qur’ânvers ergibt: 


„Und als dein Herr zu den Engeln sprach: ‚Wahrlich, ich werde auf der Erde einen Nachfolger einsetzen.‘“ (Al-Baqarah:30) 


Die Tatsache, dass Allâh den Engel Seine Absicht, einen Menschen zu erschaffen, mitteilte, zeigt, dass sie bereits existierten. 

Die Engel sind von unterschiedlicher Größe. Zu den größten zählen sicherlich die, die den Thron von Allâh tragen. Der Prophet (a.s.s.) berichtete über sie: 


„Mit wurde die Erlaubnis gegeben, über einen der Engel zu sprechen, die den Thron Allâhs tragen. Die Entfernung von seinen Ohrläppchen bis zu seinen Schultern entspricht einer Reise von 700 Jahren.“ (Abu Dâwûd) 


Über Jibrîl sagte der Prophet (a.s.s.): 


„Ich sah Jibrîl in seine wahren Form. Er hatte 600 Flügel, und jeder von ihnen bedeckte den Horizont. Von seinen Flügeln fielen Juwelen, Perlen und Rubine, von denen nur Allâh weiß.“ (Ahmad), 


und weiter: 


„Ich sah Jibrîl vom Himmel kommen und seine Größe füllte den Platz zwischen Himmel und Erde.“ (Muslim) 


dass Engel Flügel haben, wird auch im Qur’ân bestätigt: 


„Alles Lob gebührt Allâh, dem Schöpfer der Himmel und der Erde, Der die Engel, mit je zwei, drei und vier Flügeln, zu Boten gemacht hat. Er fügt der Schöpfung zu, was Ihm gefällt; Allâh hat wahrlich Macht über alle Dinge.” (Fâtir:1) 


Im allgemeinen gehen Menschen von einer sehr schönen Gestalt der Engel aus. Allâh beschreibt den Engel Jibrîl: 


„Gelehrt hat ihn einer, der über starke Macht verfügt, dessen Macht (dhu mirrah) sich auf alles erstreckt; darum stand er aufrecht da,” (An-Najm:5-6) 


„Dhu mirrah“, hier mit „Macht“ übersetzt, wurde von Ibn `Abbâs erläutert: „Dhu mirrah heißt, er war von schöner Erscheinung.“ Qatâdah sagte: „Er war groß und schön.“ 

dass Engel in der Vorstellung der Menschen sehr schön aussehen, zeigt auch folgender Vers aus Sûrat Yûsuf, wo die Frauen beim Anblick Yûsufs sagen: 


„Allâh bewahre! Das ist kein Mensch, das ist nichts als ein edler Engel.” (Yûsuf:31) 


Engel können ihre Erscheinungsform ändern. So gibt es zahlreiche Berichte darüber, dass sie Menschen auch in Gestalt eines Menschen erschienen sind. So z.B. als Jibrîl Maryam die Geburt von `Îsa (a.s) ankündigte: 


„..., da sandten Wir Unseren Engel Jibrîl zu ihr, und er erschien ihr in Gestalt eines vollkommenen Menschen;” (Maryam:17) 


Auch Ibrahîm erkannte die Engel, die zu ihm kamen, erst als sie ihn selbst darüber informierten. Lût erschienen die Engel in Gestalt junger Männer. Der Prophet (a.s.s.) selbst hat Jibrîl in unterschiedlicher Gestalt gesehen. Die Sahâba sahen Jibrîl einmal als Mann mit sehr weißer Kleidung und sehr schwarzem Haar, als Jibrîl sich zum Propheten (a.s.s.) setzte und ihn nach Islam, Imân und Ihsân fragte. In einem anderen Hadîth wird berichtet, wie ein Engel einem Blinden, einem Kahlköpfigen und einem Leprakranken in Menschengestalt erschienen ist, um sie prüfen. 

Engel müssen weder essen noch trinken. Allâh erwähnt im Qur’ân die Geschichte vom Besuch der beiden Engel bei Ibrahîm: 

Und in Sûrat Hûd: 


„Und er ging unauffällig zu seinen Angehörigen und brachte ein gemästetes Kalb. Und er setzte es ihnen vor. Er sagte: „Wollt ihr nicht essen?” (Adh-Dhâriyât:26-27) 
„Als er aber sah, dass ihre Hände sich nicht danach ausstreckten, fand er sie befremdend und empfand Furcht vor ihnen. Sie sprachen: „Fürchte dich nicht; denn wir sind zum Volke Lûts entsandt worden.” (Hûd:70) 


Engel sind in der Lage, sich sehr schnell von einem Ort zum anderen zu bewegen, schneller als die höchste heutzutage bekannte Geschwindigkeit, die Lichtgeschwindigkeit. Es ist vorgekommen, dass eine Frage von den Leuten zur Zeit des Propheten kaum zu Ende gestellt worden war, da hatte schon Jibrîl die Antwort von Allâh gebracht. 

Die genaue Anzahl der Engel weiß nur Allâh. Es gibt aus Qur’ân und Sunnah nur Hinweise darauf, dass es sehr viele sind. Der Prophet (a.s.s.) sagte über das vielbesuchte Haus im siebten Himmel: 


„Jeden Tag besuchen es 70.000 Engel, verlassen es wieder und kehren nie wieder dahin zurück, dann kommt eine andere Gruppe nach ihnen.“ (Al-Bukhâri) 


Weiterhin sagte er: 


„Die Hölle wird an jenem Tage von 70.000 Seilen, welche jeweils von 70.000 Engeln gezogen werden, nach vorn gebracht.“ (Muslim) 


Und in einem anderen Hadîth: 


„Ich sehe etwas, das ihr nicht seht, und ich höre etwas, das ihr nicht hört: Der Himmel schreit, und er schreit zu Recht. Es gibt in ihm keine Stelle von der Breite einer Hand, wo sich nicht ein Engel niederwirft.“ (At-Tirmidhi, Ahmad) 


Obwohl sowieso kein Engel eine Sünde begehen kann, gibt es auch unter den Engeln Unterschiede in der Rangstufe. Die besten von ihnen sind die, die in der Schlacht von Badr mitgekämpft haben, wie aus folgendem Hadîth ersichtlich ist: 


„Jibrîl kam zum Propheten (a.s.s.) und fragte: ‚Was denkst du von denen von euch, die bei Badr dabei waren?’ Er sagte: ‚Sie sind die besten der Muslime.’ (Jibrîl)) sagte: ‚So ist es auch mit den Engeln, die bei Badr dabei waren.’ (Al-Bukhâri) 


3. Die Namen der Engel:
Engel haben Namen, aber nur ein paar von ihnen sind uns bekannt. Der Glaube an die Namen, die uns aus Qur’ân und Sunnah bekannt, ist ein fester Bestandteil des Glaubens an die Engel. Es sind folgende: 

Jibrîl und Mîkâl 

Allâh sagt: 


„Sprich: Wer auch immer Jibrîl zum Feind nimmt, so hat er ihn doch mit Ermächtigung Allâhs in dein Herz herabgesandt als Bestätigung dessen, was vor ihm war, und als Rechtleitung und frohe Botschaft für die Gläubigen. Wer auch immer zum Feind wurde gegen Allâh und Seine Engel und Seine Gesandten und Jibrîl und Mîkâl, so ist wahrlich Allâh den Ungläubigen ein Feind.” (Al-Baqarah:97-98) 


Isrâfîl 

`Â’ischah berichtete über das Nachtgebet (Qiyâm Al-Lail) des Propheten (a.s.s.):


„Wenn er zum Gebet aufstand, begann er sein Gebet (mit den Worten): ‚O Allâh, Herr von Jibrîl, Mîkâl und Isrâfîl, Schöpfer von Himmel und Erde, Kenner des Verborgenen und des Offenkundigen, Du bist der Richter in den Angelegenheiten, in denen deine Diener uneins sind, ...’“ (Muslim) 


Mâlik 

Er ist der Wächter der Hölle. Seine Name kommt im Qur’ân einmal vor: 


„Und sie werden rufen: „O Malik, laß deinen Herrn ein Ende mit uns machen!“ Er wird sprechen: „Ihr müßt bleiben.” (Az-Zuhruf:77)


Munkar und Nâkir 

Sie befragen den Verstorbenen in seinem Grab.

Der Prophet (a.s.s.) sagte:


„Wenn der Verstorbene beerdigt wird (oder er sagte: Wenn einer von euch beerdigt wird), kommen zu ihm zwei blau-schwarze Engel, von denen einer Munkar und der andere Nâkir genannt wird. Sie fragen ihn: ‚Was pflegtest du über diesen Mann zu sagen?’ und er sagt das, was er zu sagen pflegte: ‚Er ist der Diener und Gesandte Allâhs. Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allâh und dass Muhammad sein Diener und Gesandter ist.’ Sie sagen: ‚Wir wußten schon vorher, dass du das zu sagen pflegtest.’ Dann wird sein Grab für ihn auf 70 mal 70 Armlängen erweitert und für ihn beleuchtet. Dann sagen sie ihm: ‚Schlaf.’ Er sagt: ‚Geht zu meiner Familie und sagt ihnen Bescheid.’ Sie sagen ihm: ‚Schlaf wie ein Bräutigam, den niemand aufweckt außer seine am meisten Geliebte.’, bis Allâh ihn auferweckt. Wenn er ein Heuchler war, sagt er: ‚Ich hörte die Leute irgendwas sagen, also sagte ich ähnliches; ich weiß nicht.’ Sie sagen dann: ‚Wir wußten schon vorher, dass du das zu sagen pflegtest.’ Dann wird der Erde befohlen, ihn zu zerquetschen, und so wird er zerquetscht bis sich seine Rippen verhaken, und er bleibt so bis Allâh ihn auferweckt.“ (Tirmirdhi) 


Hârût und Mârût 

Allâh sagt im Qur’ân: 


„... sie brachten den Menschen die Zauberei bei sowie das, was den beiden Engeln in Babel, Harut und Marut, herabgesandt wurde.” (Al-Baqarah:102) 


4. Die Aufgaben der Engel:
Die Engel wurden von Allâh mit höchst unterschiedlichen Aufgaben betraut. Eine davon ist es, Botschaften von Allâh den Menschen zu übermitteln. Die Offenbarung z.B. wurde dem Propheten (a.s.s.) von Jibrîl mitgeteilt. Allâh sagt in Sûrat Asch-Schu’arâ’: 


„Und wahrlich, dies ist eine Offenbarung vom Herrn der Welten, die von Ar-Rûh Al-Amîn herabgebracht worden ist.” (Asch-Schu’ara’:192-193) 


Ar-Rûh Al-Amîn bezeichnet den Engel Jibrîl und bedeutet so viel wie: „der vertrauenswürdige Geist.“ 

Ein anderer ist verantwortlich für den Regen und läßt ihn dort fallen, wo Allâh es bestimmt hat. Sein Name ist Mîkâl. Er hat Helfer, die seine Befehle auf Geheiß von Allâh ausführen. Sie sind für die Wolken und die Winde zuständig. 

Isrâfîl ist der Engel, der in das Horn stößt, wenn der Tag der Auferstehung kommt. 

Andere nehmen die Seelen der Toten, bekannt als der Todesengel und seine Helfer. 


„Sprich: ‚Der Engel des Todes, der über euch eingesetzt wurde, wird euch abberufen; dann werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht.’” (As-Sajdah:11) 


, dass der Name des Todesengel Izrâ’îl sein soll, wie einige behaupten, ist gänzlich unbewiesen. Weder im Qur’ân noch in einem authentischen Hadîth taucht dieser Name auf. 

Munkar und Nâkir, wie schon erwähnt, sind die beiden Engel, die für die Rechenschaft im Grab zuständig sind. 

Andere sind als Wächter über das Paradies eingesetzt. 


„Und jene, die ihren Herrn fürchteten, werden in Scharen zum Paradies geführt werden, bis dass, wenn sie es erreichen, seine Pforten sich öffnen und seine Wächter zu ihnen sprechen: ‚Friede sei auf euch! Seid glücklich und geht dort ein und weilt auf ewig darin.’“ (Az-Zumar:73)


Andere sind die Wächter der Hölle, deren Zahl 19 ist. Ihr Anführer ist Mâlik. Allâh berichtet über sie an verschiedenen Stellen im Qur’ân: 


„Und die Ungläubigen werden in Scharen zu Jahannam geführt werden, bis dass, wenn sie sie erreichen, sich ihre Pforten öffnen und ihre Wächter zu ihnen sprechen: ‚Sind nicht Gesandte aus eurer Mitte zu euch gekommen, um euch die Verse eures Herrn zu verlesen und euch vor dem Eintreffen dieses euren Tages zu warnen?’” (Az-Zumar:71)
„Und sie werden rufen: ‚O Malik, laß deinen Herrn ein Ende mit uns machen!’ Er wird sprechen: ‚Ihr müßt bleiben.’” (Az-Zuhruf:77)
„Und wie kannst du wissen, was Saqar (ein anderer Name für die Hölle) ist? Sie verschont nichts und läßt nichts übrig und wird von Menschen aus großer Entfernung wahrgenommen; sie wird von 19 (Engeln) bewacht.” (Al-Muddathir:27-30) 


Die Kommentatoren sagen, dass mit neunzehn die Anzahl der das Höllenfeuer bewachenden Engel gemeint ist. 

Ein Engel ist verantwortlich für die Berge. 


„Als der Prophet (a.s.s.) am Tag von `Aqaba mit seinem Anliegen an Ibn `Abd Yalail Ibn `Abd Kulâl herantrat, und er ihm für das, was er wollte, nicht entgegenkam. (der Prophet (a.s.s.) sagte, dass dieser Tag schlimmer war als der Tag der Schlacht von Uhud), da kam zu ihm Jibrîl und sagte: ‚Wahrlich, Allâh die Worte deiner Leute gehört, welche sie an dich gerichtet und über dein Anliegen geantwortet haben. Er entsendet dir nun den Engel der Berge, damit du ihm den Befehl erteilst, wie du gegen diese Leute verfahren willst.’ Darauf rief der Engel der Berge ihm zu, grüßte ihn mit dem Friedensgruß und sagte: ‚O Muhammad, befehle was du willst! Wenn du willst, lasse ich die zwei Berge über sie zusammenstürzen!’ Der Prophet (a.s.s.) sagte aber: ‚Nein! Vielmehr hoffe ich, dass Allâh aus ihren Lenden solche entstehen läßt, die Allâh allein dienen und Ihm nichts beigesellen.’“ (Al-Bukhâri) 

Andere Engel tragen den Thron von Allâh. 


„Die, die den Thron tragen, und die, die ihn umringen, preisen das Lob ihres Herrn und glauben an Ihn und erbitten Vergebung für jene, die gläubig sind: ...” (Ghâfir:7) 


Eine Gruppe von Engeln bewacht den Eingang von Al-Madînah, wie in einem Hadîth berichtet wird: 


„An den Eingängen von Al-Madina befinden sich Engel. Daher drängen weder die Pest noch der Dajjâl hinein.“ (Al-Bukhâri) 


Andere sind auf der Suche nach den Menschen, die Allâhs gedenken. 

Der Prophet (a.s.s.) sagte:


„Allâh läßt wahrlich einige Seiner Engel auf den Straßen herumgehen, um denjenigen nachzuspüren, die Allâhs gedenken. Wenn sie Leute finden, die Allâhs gedenken, rufen sie sich gegenseitig zu und sagen: „Kommt her zu eurem Anliegen!“ Da begeben sie sich zu ihnen und umschirmen sie mit ihren Flügeln in der Weise, dass sie unmittelbar mit dem ersten Himmel verbunden werden. ...“ (Al-Bukhâri) 


Einige Engel sind nur dazu erschaffen, um sich vor Allâh niederzuwerfen, wie bereits erwähnt wurde. 

5. Die Engel, die für den Menschen zuständig sind:
Der Mensch wird fast sein ganzes Leben lang von Engeln begleitet. Schon im Mutterschoß besucht ihn ein Engel: 

Der Prophet (a.s.s.) sagte: 

„Die Schöpfung eines jeden von euch wird im Leibe seiner Mutter in 40 Tagen als Samentropfen zusammengebracht, danach ist er ebenso lange ein Blutklumpen, danach ist er ebenso lange ein kleiner Fleischklumpen, dann wird zu ihm ein Engel gesandt, der ihm den Lebensgeist einhaucht und mit viererlei beauftragt ist: dem Niederschreiben seines Lebensunterhaltes, seiner Lebenszeit, seinen Werken, und ob er elend oder glücklich ist. ...“ (Al-Bukhâri, Muslim) 


Die neueste medizinische Forschung hat bewiesen, dass nach den im Hadîth erwähnten 3 x 40 Tagen, also nach ca. 4 Monaten, der Embryo zum ersten Mal anfängt, sich zu bewegen. Das Herz schlägt zwar vorher schon, aber der Embryo selbst bewegt sich erst nach ca. 4 Monaten. 

Zwei Engel sind immer bereit, den Menschen während seines Lebens zu beschützen. Allâh sagt in Sûrat Ar-Ra’d: 


„Diejenigen, die unter euch das Wort verhehlen und die es offen aussprechen, sind gleich; so wie die, die sich in der Nacht verbergen und die am Tag offen hervortreten. Er hat Beschützer vor und hinter sich; sie behüten ihn auf Allâhs Geheiß.” (Ar-Ra’d:10-11) 


Der von den Sahâba, der den Qur’ân am besten interpretieren konnte, Ibn `Abbâs, erläuterte zu diesem Vers, dass „Beschützer“ sich auf zwei Engel bezieht, die den Menschen von vorn und von hinten beschützen. Wenn der Befehl Allâhs kommt – wenn Er beschließt, dass ein Unfall oder irgendein Elend dem Menschen zustoßen soll – gehen die Engel zur Seite. Mujâhid sagte: „Es gibt keinen Menschen, der nicht von einem Engel vor den Jinn, den Menschen und den wilden Tieren beschützt wird, wenn er schläft und auch wenn er wach ist. Es kommt nichts zu ihm, ohne dass die Engel es aus dem Weg räumen, außer die Dinge, denen Allâh erlaubt hat, dem Menschen zuzustoßen.“ Ein Mann kam zu `Ali ibn Abi Tâlib und sagte: „Eine Gruppe der Murad wollte dich töten.“ `Ali sagte:

 „Mit jedem Menschen sind zwei Engel, die ihn vor dem beschützen, was nicht geschrieben steht. Wenn das Geschriebene kommt, gehen sie zur Seite und stehen nicht dazwischen. Die für den Menschen festgeschriebene Lebensfrist ist sein Schutz.“ 


Weitere zwei Engel verzeichnen die Taten des Menschen. Jeder Mensch hat diese zwei Engel, die seine Taten, ob gut oder schlecht, groß oder klein, niederschreiben. Sie werden im Qur’ân in Sûrat Al-Infitâr erwähnt: 


„Und über euch sind wahrlich Hüter, edle Schreibende; sie wissen, was ihr tut.” (Al-Infitâr:10-12) 

Und in Sûrat Qâf: 


„Und wahrlich, Wir erschufen den Menschen, und Wir Wissen, was er in seinem Innern hegt; und Wir sind ihm näher als die Halsschlagader. Wenn die zwei aufnehmenden (gemeint sind die Engel) niederschreiben, zur Rechten und zur Linken sitzend, spricht er kein Wort aus, ohne dass neben ihm ein Aufpasser bereit wäre.” (Qâf:16-18) 

Der Engel zur Rechen schreibt die guten Taten auf, der Engel zur Linken die schlechten. 

Der Prophet (a.s.s.) sagte:

„Der Engel zur Linken schreibt nichts auf bis nicht 6 Stunden nach der schlechten Tat eines Muslims vergangen sind. Wenn er bereut und Allâh um Verzeihung bittet, verwirft er es (d.h., er schreibt es nicht auf), anderenfalls schreibt er es als eins (d.h., eine schlechte Tat) auf.“ (Tabarâni) 


Ibn Kathir schreibt in seinem Tafsîr zu den Versen: 


„Diejenigen, die unter euch das Wort verhehlen und die es offen aussprechen, sind gleich; so wie die, die sich in der Nacht verbergen und die am Tag offen hervortreten. Er hat Beschützer vor und hinter sich; sie behüten ihn auf Allâhs Geheiß.” (Ar-Ra’d:10-11) 

„Jeder Mensch hat Engel, die ihn abwechselnd bei Tag und Nacht bewachen, die ihn vor Katastrophen und Unfällen beschützen, und andere Engel, die abwechselnd seine Taten niederschreiben, gute und schlechte, bei Nacht und am Tag. Zwei Engel, zur Rechten und Linken, zeichnen die Taten auf. Der zur Rechten schreibt die guten Taten auf, der zur Linken die schlechten. Zwei weitere Engel bewachen ihn, einer von vorne und einer von hinten. Insgesamt also vier Engel am Tag und vier weitere in der Nacht.“ 


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Der Glaube  
  Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, sagte: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: Der Islam wurde auf fünf (Tragpfeilern) gebaut: dem Zeugnis, dass kein Gott da ist außer Allah, und dass Muham-mad der Gesandte Allahs ist, dem Verrichten des Gebets, dem Entrichten der Zakah, dem Hadsch (Pilgerfahrt) und dem Fasten im (Monat) Ramadan.“ (Sahih Al-Bucharyy Nr. 8 Islamische Bibliothek)  
Wissen  
  Anas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Macht es leicht und erschwert nicht bringt frohe Kunde und schreckt nicht ab.“ (Zur Verdeutlichung der übersetzung wird der Text mit einigen Hilfssätzen zwischen Klammern wie folgt versehen: „Macht es (den Leuten mit der Religion angenehm) leicht und erschwert (ihnen) nicht (den Weg zu ihr) bringt (ihnen) frohe Kunde und schreckt (sie) nicht (davon) ab.“ ) ([Sahih Al-Bucharyy Nr. 69] Islamische Bobliothek)  
Die Gebetswaschung (WuduŽ)  
  Ibn `Abbas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn einer von euch zu seiner Frau geht und mit ihr den Geschlechtsverkehr begehrt, soll er dabei sagen: „Im Namen Allahs! O Allah, halte uns von dem Schaitan fern, und halte den Schaitan von dem fern, was Du uns beschert hast.“ War es vorherbestimmt, dass aus dieser Vereinigung ein Kind gezeugt wird, so wird ihm kein Schaden geschehen.“ ([Sahih Al-Bucharyy Nr. 135] Islamische Bibliothek)  
Die rituelle Waschung (Ghusl)  
  `AŽischa berichtete: „Wenn sich eine (von uns Frauen) im Dschnabah -Zustand befand, nahm sie mit ihren beiden Händen Wasser und goß es jeweils dreimal auf ihren Kopf, alsdann auf ihre rechte Seite und anschließend auf ihre linke Seite.“ ([Sahih Al-Bucharyy Nr. 027]  
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